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Hunter & Peggy - Eine unsägliche Geschichte - Seite 2
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Hunter & Peggy - Eine unsägliche Geschichte
Teil 2 - Hunter und die Weibergeschichte
Teil 3 - Hunter lernt Französisch
Teil 4 - Hunter und Peggy gehen getrennte Wege
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Teil 2 - Hunter und die Weibergeschichte



Weißt du, was Männer an Frauen so faszinierend finden? Hunter blickte Peggy erwartungsvoll an. Brüste?, antwortete Peggy ohne lange nachzudenken. Hunters Blick war wieder einmal Gold Wert. Ja, das auch. Ich meine etwas allgemeiner. Das grundlegende Faszinosum, der rätselhafte Hintergrund des höchstwahrscheinlich von Männern postulierten und immer wieder hinterfragten Ursprung des Mythos vom Weibe, der Evakomplex, den alle heterosexuellen Dreibeine haben, quasi sozusagen.

Es schien wieder einmal eine von diesen Konversationen zu sein, die Peggy in dem Entschluss bestärkten, sich lieber zu erschießen als jemals mit Hunter zu schlafen. Er hatte ganz offensichtlich einen an der Klatsche und es schien ihn nicht im geringsten zu stören, wenn andere das mitbekamen. Er war geradezu aufdringlich in dieser Beziehung. Wann immer er jemanden kennen lernte, sorgte er innerhalb von Minuten dafür, dass sein Gegenüber mitbekam, dass er ernsthaft gestört war. Zumindest hoffte Peggy, das irgendein biologischer Defekt dahinter steckte. Den Göbel, den Hunter im Verlaufe eines Tages so von sich gab, nicht auszudenken, wenn das einem gesunden Hirn entsprang.

Nun Hunter, was - abgesehen von Brüsten - fasziniert Männer so an Frauen, dass sie sich permanent und in aller Öffentlichkeit zum Idioten machen, auf die vage Hoffnung hin, dass vielleicht etwas Sex am Ende dabei rausspringt. Wirklich es interessiert mich!

Hunter schaute etwas perplex. Was meinst du mit, Männer machen sich permanent und in aller Öffentlichkeit zu Idioten. Denkst du wirklich so über uns? Na ja, antwortete Peggy, ich denke dabei natürlich ganz besonders an dich, aber ja, ich glaube schon, dass Männer im Allgemeinen etwas unterbelichtet sind und ... sagen wir es mal so ... wo bei Frauen das Großhirn sitzt, bei Männern eher öde Leere herrscht.



Hunter & PeggieInteressanter Hinweis Peggy. Ich werde das in meine Betrachtungen mit einbeziehen. Denkst du, dass deine Sichtweise einigermaßen repräsentativ ist? Peggy gefiel gar nicht, wohin dieses Gespräch steuerte. Wahrscheinlich würde Hunter wieder einen seiner Anfälle kriegen und sich an der Bar die Rübe vollhauen. Andererseits würde er das sowieso machen, warum sollte sie ihn nicht noch etwas quälen.

Hunter? Hörst du mir zu? Selbstverständlich!, antwortete Hunter. Ich glaube, dass - etwas verallgemeinernd gesprochen - Männer Vollidioten sind. Warte, das trifft es nicht ganz. Männer sind schwanzgesteuerte Vollidioten, mit dem Intelligenzquotienten einer tiefgefrorenen Kartoffelsuppe. Damit liegen sie auf der allgemein gültigen Begabtheitsskala minimal unter einem Zwergpudel. Immerhin kann der sich selbst am Arsch lecken!

Hunter sah Peggy an. Könnte es sein, dass du lange nicht mehr flach gelegt wurdest Peggy? Du musst dir dringend einen Vibrator anschaffen. So geht das nicht weiter. So wie du über die Krone der Schöpfung redest, könnte man denken, du magst keine Männer. Persönlich hätte ich natürlich nichts dagegen, wenn du lesbisch wärst, da könntest du mir immer deine Freundinnen vorstellen.

Peggy unterbrach ihn: So wie Claire meinst du? So in etwa antwortete Hunter. Nun ich weiß, dass du in etwa das Erinnerungsvermögen eines drei Tage alten Kamelkadavers hast, aber wenn du dich freundlichst daran erinnern würdest, was ich dir über Claire gesagt habe, bevor sie uns besuchen kam. Du meinst, dass ich die Finger von ihr lassen soll? Genau, den Teil meine ich. Nun ja vielleicht hättest du etwas spezifischer sein sollen.

Hunter! Ich will gar nicht wissen was ihr getrieben habt, OK? Nein, ich meine, wenn du ernsthaft glaubst, dass ich dir Frauen zu Hause anschleppe, damit du sie hinterher flach legen kannst, bist du noch erheblich unterbelichteter, als ich ursprünglich dachte.

Peggy! Ganz ernsthaft! Kauf dir 'nen Vibrator! Du bist wieder unausstehlich heute. Vielleicht sollten wir zurück auf das eigentliche Thema kommen. Frauen? Genau, was fasziniert Männer so an Frauen?

Ich habe da eine Theorie. Ist dir schon mal aufgefallen, dass Frauen nie allein auf die Toilette gehen? Es war an Peggy, entgeistert zu gucken. Das Einzige was dich an Frauen fasziniert ist, dass sie in Gruppen aufs Klo gehen?

So würde ich es nicht formulieren.

Wie dann?

Eines der faszinierenden Rätsel von Frauen ist, dass sie in Gruppen auf die Toilette gehen. Ich meine, es ist ja nicht so, wie auf dem Männerklo, wo man einträchtig nebeneinander steht, schwätzt und vielleicht heimlich Schwänze vergleicht. Immerhin sitzt ihr ... warte, ihr sitzt doch in getrennten Boxen oder?

Hunter, du bist ein perverses Schwein! Können wir das Thema wechseln?


Hunter war etwas enttäuscht. Das Gespräch war nicht so gelaufen, wie er gehofft hatte. Eigentlich wollte er nur wissen, wie Frauen es schaffen, eine komplette Campingausrüstung in eine Damenhandtasche zu bekommen. Das war es, was ihn am meisten faszinierte. Irgendwie schienen Frauen in der Lage zu sein, die Gesetze von Raum und Zeit auszuhebeln. Egal, wonach man Peggy fragte, sie zauberte es aus ihrer Handtasche. Wahrscheinlich hatte sie nicht nur Kleidung zu Wechseln, sondern auch noch passende Schuhe bei sich. Und dazu Zahnbürste, Handtuch, Zigaretten, Schlüssel, ein Buch, Börse und wer weiß was noch und das alles in dem von außen winzigen Handtäschchen. Wie machten Frauen das?

Gerade als er ansetzen wollte, sie danach zu fragen, fing sie mit dem Schweinkram an. Als wenn ihn das interessieren würde. Die Zeiten, als er notgeil durch die Bars zog, nur um sich hinter doch selbst einen runter zu holen, waren längst vorbei. Das ist das Schöne am Alter. Die meisten Dinge sind einem egal oder man vergisst sie innerhalb von 5 Minuten. Wenn man ihn so ansah, in eine schummrig beleuchteten Bar ging er immer noch für vierzig durch. Nun war Hunter eigentlich erst Mitte dreißig, aber das sah man ihm nicht an. In ein zwei Jahren, würde er wahrscheinlich ermäßigte Kinokarten kaufen können. Das Leben hatte seine Spuren hinterlassen. Daran gab es keinen Zweifel. Das die Natur ungerecht, zickig und potenziell bösartig ist, merkte man schon an ihrem Genus - weiblich. Wenn Peggy wüsste, was gerade in seinem Kopf vorging, würde sie ihn wahrscheinlich wieder nach nassen Persern fragen. Weiber!

 



 

By PLAVEB